PRESSESPIEGEL "BALL IM SAVOY"

A star is born – Katharine Mehrling nimmt das Haus im Sturm
... dann aber öffnet sich in dem Penthouse, das Klaus Grünberg auf die Bühne gebaut hat, die Fahrstuhltür, und heraus tritt Daisy Darlington, eine Jazzkomponistin, die gerade unter männlichem Pseudonym zum Chartstürmer geworden ist.
Katharine Mehrling trägt Knickerbocker-Hosen zu Highheels und singt vom boxenden Känguru – das ist im Salon der Clou. Als wär’s ein Rilke-Gedicht, so zelebriert sie den Gaga-Text, lässt sich dabei von sexy Tänzern durch die Luft wirbeln, streut Scat-Gesang, Soultöne und Jodler ein, kurz: Sie erfüllt die ganze Bühne nicht nur mit ihrer wandelbaren Stimme, sondern auch mit einer körperlichen Präsenz, die pure, sinnliche Lebensfreude ausstrahlt. Wer die zierliche Erscheinung nicht schon aus der Musical- und Kleinkunstszene kannte, liebt sie jetzt. Auf den ersten Blick und Ton. A star ist born.

Die Mehrling wickelt ihr Publikum um das sinnlich zuckende Fingerchen
Berlin, Komische Oper, Juni 2013. Ein begeistertes Publikum feiert im fast 81 Jahre nach der Uraufführung nach Berlin zurückgekehrten "Ball im Savoy" die lange schon durch die Stadt irrlichternde, hier mit einer leckeren Rolle an einem zentralen Haus beschenkte Katharine Mehrling als Daisy im Frack und Fummel. Die tobt als Weltmeisterin im Big-Band-Jodeln über die Bühne, redet Denglisch, krault und kost ("Quick, Quick, mein kleiner Kebab!") ihren sechsmal verheirateten türkischen Galan, ist rothaarig sexy, hüftwackelnd knusprig, tanzend beweglich – und vor allem sehr süß modern. Die Mehrling schmeißt sich in ihre Songs und wickelt ihr Publikum um das sinnlich zuckende Fingerchen.

A Star is Born
... Es gibt nur ein Wort, das ihre wirbelwindartige Interpretation beschreiben kann: wow! Die zierliche Mehrling schafft es, sogar Dagmar Manzel an die Wand zu spielen, und das will wirklich was heißen. Dass die Komische Oper Mehrling für die Operette entdeckt hat, ist ein gutes Zeichen für die Zukunft. Es gibt genügend Operetten mit Diven-Doppel, wo man Manzel/Mehrling effektvoll einsetzen könnte.

Der ungeteilte Zuspruch gilt Helmut Baumann als durchtriebenem Botschaftsattaché Mustafa Bey und Katharine Mehrling, die sich als Jazzkomponistin Daisy Darlington zwischen „Jodel-Jazz“ und Foxtrott-Einlagen als der Star des Abends erweist.

Allen voran die zierliche, verführerische, blendend singende Katharine Mehrling...

Katharine Mehrling alias Daisy Darlington ist die Überraschung des Abends. Dieses Persönchen kann einfach alles – jazzen, tanzen, turnen, Akzente, singen, parodieren. Und jodeln!

Die herausragende stimmliche und darstellerische Leistung erbringt Katherine Mehrling, als eine exzellent jodelnde, brillant schnellsprecherische, gleichermaßen quirlige, wie souveräne Daisy Darlington unter dem männlichen Pseudonym Paso Doble. Zu Recht wurde Katherine Mehrling vom enthusiasmierten Premierenpublikum am stärksten bejubelt.

Katharine Mehrling brachte der Aufführung den ihr gebührenden Glamourfaktor. Mit unendlichem Charisma und ausgeprägter Bühnenpräsenz eroberte Mehrling die Herzens des Publikums in leuchtend-schillernder Darstellung als Daisy Darlington, sogar jodelnd!

Katharine Mehrling fait également une entrée sensationnelle en Daisy Darlington dans un foxtrot accompagné au piano, où elle rejoint la troupe de danseurs dans d’impressionnantes acrobaties. Elle enchaîne claquettes, scat à la Ella Fitzgerald et yodel, remplissant ainsi parfaitement son rôle d’artiste de « bigband yodel acrobatique ». L’effet comique est garanti et la salle y répond avec joie.

Katharine Mehrling macht das bravourös, gibt mit fabelhaft wandelbarer Stimme – auch mal als Big Band-Jodelqueen – sowie mit beinahe artistischen Einlagen eine mit allen Wassern gewaschene Berliner Supergöre mit Herz und Verstand. Dennoch ist sie ein Showgirl vom Feinsten, hat in London und New York ihren Schliff bekommen und bereits das Publikum im hiesigen Wintergarten begeistert. Nun wird sie auf der Opernbühne (auch bei dieser zweiten Aufführung) zum neuen, umjubelten Star.

Die Inszenierung von Barrie Kosky wirkt wie eine Zeitmaschine, die den Zuschauer in die überschwängliche, farbenfrohe und lustvolle Welt des Berlins der 1920er und -30er Jahre versetzt.Ebenso genial wie stimmlich unverkennbar: Katharine Mehrling.